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Die wichtigsten Rohstoffprognosen auf einen Blick, aktueller Stand 15. Mai 2026!

👉 Energie:

 

Die IEA rechnet wegen der Folgen des Iran-Kriegs mit einem deutlichen Rückgang der Ölnachfrage und senkt ihre Prognose: Für das laufende Jahr erwartet sie im Schnitt 420.000 Barrel pro Tag weniger als im Vorjahr, im Quartal sogar deutlich mehr Rückgang.

 

Gleichzeitig fällt das Angebot noch stärker: Seit Februar ist es um 12,8 Mio. Barrel pro Tag gesunken, vor allem wegen reduzierter OPEC-Produktion. Zur Kompensation wurden strategische Reserven freigegeben und Lagerbestände abgebaut; die Ölvorräte in den OECD-Ländern gingen im April spürbar zurück, liegen global aber weiterhin relativ hoch.

 

Auch die US-EIA sieht eine Angebotslücke, erwartet für das zweite Quartal Lagerabbau und geht davon aus, dass Produktion und Lieferungen erst Ende des Jahres bzw. Anfang 2027 wieder weitgehend das Vorkrisenniveau erreichen.

 

👉 Edelmetallmärkte:

 

Der Goldpreis ist deutlich gefallen (bis zu ca. 2% auf rund 4.560 USD je Feinunze), vor allem wegen steigender Zinserhöhungserwartungen in den USA: Die höheren US-Inflationsdaten haben die Anleiherenditen (u. a. 10-jährige) angezogen, wodurch die Opportunitätskosten für Gold steigen.

 

Zudem wird es nach dem Amtsantritt von Fed-Chef Warsh als schwierig gesehen, rasch wieder Zinssenkungen durchzusetzen.

 

Zusätzlich dämpft Indien die Nachfrage: Die Steuer auf Goldimporte wurde von 6% auf 15% erhöht, was bereits zu einem Rückgang der Goldimporte geführt hat und weiter nachgeben könnte.

 

👉 Industriemetalle:

 

Das US-Handelsministerium soll Ende Juni entscheiden, ob bisherige Zölle auch auf raffiniertes Kupfer ausgeweitet werden.

 

Da die USA weniger eigene Produktionskapazität haben, könnte die Entscheidung zu Lageraufbau führen bzw. diesen wieder verstärken - was das Angebot außerhalb der USA verknappt und die Bestände zeitweise sinken lässt.

 

Beim Aluminiummarkt rückt hingegen die Versorgungslage in den Fokus: Trotz mehr Produktion aus China könnten wegen anhaltend robuster Nachfrage weiterhin große Angebotslücken entstehen. Ein Rohstoffhändler warnt, dass die Bestände bis Jahresende auf sehr niedrige Werte fallen könnten und rechnet mit einem Angebotsdefizit von etwa 2 Mio. Tonnen - was im Extremfall zu Versorgungsengpässen und starken Preisschwankungen führen könnte.

 

👉 Agrarmärkte:

 

Das USDA erwartet für das Erntejahr 2026/27 mit 1,561 Mrd. Scheffel die geringste US-Weizenernte seit 54 Jahren.

 

Das liegt vor allem an weniger Anbaufläche und schlechteren Erträgen durch langanhaltende Trockenheit; zusätzlich könnten höhere Düngemittelpreise das Pflanzenwachstum beeinträchtigen.

 

Durch die kleinere Ernte sollen die US-Lagerbestände zum Jahresende deutlich sinken, ähnlich auch in anderen Exportländern (u. a. EU), wodurch der Markt enger wird. Entsprechend steigen die Weizenpreise: in den USA auf ein 2-Jahreshoch und in Europa auf den höchsten Stand seit April 2025.

 

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Beste Grüße aus Frankfurt am Main

 

Michael Neumann

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